Jusos kritisieren Diskussion um Wiedereinführung der Sperrstunde

Veröffentlicht am 17.11.2010 in Lokalpolitik

Die Amberger Jungsozialisten sprechen sich klar gegen die Wiedereinführung der früheren Sperrstunde, welche sich hauptsächlich an den Wochenenden auswirken würde, aus. Sie widersprechen damit auch Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, welcher sich für diese Maßnahme ausgesprochen hatte und damit die Forderung des Bayerischen Städetags unterstützt. "Selbstverständlich verstehen wir betroffene Anwohner, welche sich zum Teil ihrer Nachtruhe beraubt sehen. Gleichzeitig steht für uns fest, dass das Problem des Vandalismus nicht durch eine Sperrstunde in den Griff zu bekommen ist. So eine Forderung ist blanker Populismus", so Juso-Vorsitzender Benjamin Meister. Zudem führe eine bereits um 2 Uhr beginnende Sperrstunde "lediglich zu massiven finanziellen Einbußen bei den betroffenen Gastwirten. Dies wird Schließungen von Etablissements zur Folge haben." Dandorfer solle zur Kenntnis nehmen, dass Amberg in Bezug auf das Nachtleben von vielen jungen Menschen ohnehin bereits als relativ "tote" Stadt wahrgenommen werde. "Eine Neuauflage der Sperrstunde führt jedoch lediglich dazu, dass wir es mit jungen Menschen zu tun bekommen, welche in kürzerer Zeit noch mehr Alkohol konsumieren werden und als Krönung allesamt zur gleichen Uhrzeit nach Schließung der Kneipen auf der Straße stehen werden - das erhöht das Aggressionspotenzial erheblich", so Meister weiter.

 

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